Generalversammlung 2024
Haben Sie sich bereits angemeldet? Wir freuen uns Sie persönlich zu begrüssen.
Knapp 100 Mitglieder fanden sich an diesem warmen 3. September 2026 auf dem Firmenareal der Model AG in Weinfelden zum Apéro ein. Die Zeit bis zum Start des Sektionshöck wurde bereits intensiv für den brancheninternen Austausch genutzt. Co-CEO und COO Paper Unit David Model begrüsste die Teilnehmenden und stellte das Unternehmen vor. Sektionspräsident René Steiner informierte im Anschluss über die aktuellen politischen Entwicklungen. Die parlamentarische Diskussion über die Weiterentwicklung der LSVA ist auf der Zielgeraden. Unklar sind weiterhin die Rabatte für Euro 7 LKW. Der ASTAG-Zentralverband betreibt ein starkes Lobbying, um die negativen Auswirkungen so gering als möglich zu halten. Der Präsident informierte über die Stellungnahme der ASTAG zum Verkehr ’45 und teilte mit, dass auf Sektionsebene laufend intensive Gespräche mit Regierungsvertretern stattfinden und ein aktiver Austausch gepflegt wird. Nach seiner Ansprache ging es in geführten Gruppen auf den Firmenrundgang.
Im Medienraum wurde das international tätige Unternehmen mit spannenden Zahlen und Fakten von Matthias Hess (Leiter Logistik) und Olivier Bron (Teamleiter Disposition) genauer vorgestellt. Nebst seinen Niederlassungen in Weinfelden, Moudon und Niedergösgen betreibt die Firma auch Standorte für die Produktion von Verpackungen in Deutschland, Tschechien, Polen und Kroatien. Dazu kommt eine grosse Papierfabrik in Eilenburg DE mit einem Ausstoss von 500'000 Tonnen und 240 Beschäftigten. Gesamthaft erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von 1 Mrd. Franken. Der eigene Fahrzeugpark dient der Auslieferung sowie der Rückführung von Altpapier und umfasst in der Schweiz 28 LKWs und in Deutschland 94 LKWs. Weil das Unternehmen Verpackungslösungen für nahezu alle Branchen bietet und somit breit diversifiziert ist, können Krisensituationen eher überstanden werden.
Der zweite Posten beleuchtete die Papierfabrik. Aus 100% Altpapier werden hier jährlich 190'000 Tonnen Wellpappenrohpapier hergestellt. Die Fasern des Altpapiers können 20 Mal wiederverwendet werden, bis die Fasern zu kurz und unbrauchbar werden. Im 3-SchichtBetrieb produziert die eine der beiden 2.5 Meter breiten Maschinen bis zu 850 Meter pro Minute. Die Model AG verfügt über eine eigene Kläranlage, mit 2’000m3 pro Tag eine der grössten im Kanton Thurgau.
Die dritte Station war das Wellpappen-Werk. Mit Dampf und Druck wird das Wellenpapier in Wellen geformt und mit einer Mischung aus Weizenstärke und Leimstoff mit Deckpapierlagen verklebt. So entsteht ein einwelliger Wellkarton, wobei das Unternehmen auch zweiwellige, stabilere Produkte anbietet. Die Model AG produziert nicht nur Standardlösungen für den Packshop. Jeder Auftrag ist individuell vom Kunden vorgegeben, was die Herstellungsprozesse und Lagerung der Zwischen- und Endprodukte sehr anspruchsvoll macht. Ein vollautomatisches Hochregallager mit 10'000 Palettenstellplätzen schafft Abhilfe. Im Raum Weinfelden stehen zudem weitere 10'000 Plätze zur Verfügung. In 60-80 Touren werden täglich 1500-1800 Paletten ausgeliefert.
Beim anschliessenden Nachtessen in der betriebseigenen Kantine wurden die Gespräche weitergeführt und der Abend im geselligen Rahmen abgeschlossen.
Auch 2026 nutzten zahlreiche Chauffeurinnen und Chauffeure die Gelegenheit zum persönlichen Austausch am von der Kantonspolizei St.Gallen, der ASTAG Sektion Ostschweiz/FL und Les Routiers Suisses organisierten Chauffeur/-innen-Treff. Bei erneut sommerlichen Temperaturen und bestem Wetter bot der Anlass die ideale Gelegenheit für eine ausgedehnte Fahrpause bei Kaffee und Gipfeli oder einem Sandwich.
Im Mittelpunkt stand der unkomplizierte Austausch zwischen den Berufschauffeurinnen und -chauffeuren, der Polizei und den Fachspezialisten der Verkehrspolizei. In ungezwungener Atmosphäre konnten Fragen aus dem Berufsalltag direkt angesprochen und wichtige rechtliche Themen diskutiert werden. Dazu gehörten unter anderem die Arbeits- und Ruhezeitenverordnung sowie Bestimmungen zum Gefahrengutrecht. Auch technische Aspekte wie die korrekte Ladungssicherung oder der Einsatz des Fahrtschreibers waren Gegenstand angeregter Gespräche.
Die ASTAG war mit einem Infostand vor Ort. Ihre Vertreter orientierten über branchenspezifische Anliegen und Weiterbildungsmöglichkeiten und standen den Teilnehmenden für persönliche Fragen zur Verfügung aber auch Verbandsthemen wurden rege diskutiert. Auch der Kontakt zu Les Routiers Suisses wurde gepflegt. Der Verband war mit eigenem Anhänger auf Platz und informierte über das Kursangebot und weitere Benefits.
Der Chauffeur/-innen-Treff überzeugte damit erneut durch seine Kombination aus Pause, Information und persönlichem Austausch. Die positive Resonanz zeigt, dass der direkte und praxisnahe Dialog von den Berufschauffeurinnen und -chauffeuren sehr geschätzt wird. Das erfolgreiche Veranstaltungsformat soll deshalb auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden.
Autorin: Franziska Bütler, BZWU
Mit Weitsicht auf Kurs bleiben
Stephan Lüchinger, Prorektor Gewerbe/Technik am BZWU, würdigte die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. «Übernehmen Sie das Steuer für Ihren eigenen Weg und begegnen Sie Herausforderungen mit Ruhe und Weitsicht», ermutigte er die jungen Berufsleute.
In seiner Ansprache betonte Lüchinger die grosse Bedeutung der Strassentransportberufe für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Beruf umfasse weit mehr als das Lenken eines Fahrzeugs und erfordere Verantwortungsbewusstsein, Fachkompetenz sowie vorausschauendes Handeln. Den weiteren Lebensweg der Absolventinnen und Absolventen verglich er mit einer Fahrt auf der Strasse und hob die Bedeutung der kontinuierlichen Weiterbildung hervor.
Durchhalten bis zum Ziel
Markus Manser, Berufsbildungsobmann der ASTAG Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein (OFL), blickte auf die Ausbildungsjahre zurück. Er zeigte auf, welche vielfältigen Kompetenzen sich die Lernenden angeeignet haben, und würdigte ihren Einsatz auf dem Weg zum Lehrabschluss.
Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Ausbildung nicht immer einfach gewesen sei. Mit Engagement, Ausdauer und Durchhaltevermögen hätten die Lernenden jedoch auch anspruchsvolle Situationen gemeistert und ihr Ziel erreicht.
Persönliche Worte an der Diplomübergabe
Chefexperte Magnus Popp ehrte alle Absolventinnen und Absolventen. Bei der Übergabe der Diplome erinnerte er mit kurzen humorvollen oder anerkennenden Bemerkungen an besondere Eigenschaften oder Leistungen der Geehrten und verlieh den Auszeichnungen damit eine persönliche Note.
Beste Abschlüsse Strassentransportfachleute EFZ:
1. Rang: Domenico Hungerbühler (Schönholzer Transport, Märstetten), Note 5.4
2. Rang: Andre Tiziani (Raben Sieber AG, Berneck), Note 5.3
3. Rang: Julia Hirschi (Mittelland Transport AG, St. Gallen) und Sandro Mazenauer (Emil Egger AG, St.Gallen), beide Note 5.2
Bester Abschluss Strassentransportpraktiker EBA:
1. Rang: Alexander Ziltener (Raben Sieber AG, Berneck), Note 5.1