Generalversammlung 2024
Haben Sie sich bereits angemeldet? Wir freuen uns Sie persönlich zu begrüssen.
Autorin: Franziska Bütler, BZWU
Mit Weitsicht auf Kurs bleiben
Stephan Lüchinger, Prorektor Gewerbe/Technik am BZWU, würdigte die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. «Übernehmen Sie das Steuer für Ihren eigenen Weg und begegnen Sie Herausforderungen mit Ruhe und Weitsicht», ermutigte er die jungen Berufsleute.
In seiner Ansprache betonte Lüchinger die grosse Bedeutung der Strassentransportberufe für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Beruf umfasse weit mehr als das Lenken eines Fahrzeugs und erfordere Verantwortungsbewusstsein, Fachkompetenz sowie vorausschauendes Handeln. Den weiteren Lebensweg der Absolventinnen und Absolventen verglich er mit einer Fahrt auf der Strasse und hob die Bedeutung der kontinuierlichen Weiterbildung hervor.
Durchhalten bis zum Ziel
Markus Manser, Berufsbildungsobmann der ASTAG Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein (OFL), blickte auf die Ausbildungsjahre zurück. Er zeigte auf, welche vielfältigen Kompetenzen sich die Lernenden angeeignet haben, und würdigte ihren Einsatz auf dem Weg zum Lehrabschluss.
Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Ausbildung nicht immer einfach gewesen sei. Mit Engagement, Ausdauer und Durchhaltevermögen hätten die Lernenden jedoch auch anspruchsvolle Situationen gemeistert und ihr Ziel erreicht.
Persönliche Worte an der Diplomübergabe
Chefexperte Magnus Popp ehrte alle Absolventinnen und Absolventen. Bei der Übergabe der Diplome erinnerte er mit kurzen humorvollen oder anerkennenden Bemerkungen an besondere Eigenschaften oder Leistungen der Geehrten und verlieh den Auszeichnungen damit eine persönliche Note.
Beste Abschlüsse Strassentransportfachleute EFZ:
1. Rang: Domenico Hungerbühler (Schönholzer Transport, Märstetten), Note 5.4
2. Rang: Andre Tiziani (Raben Sieber AG, Berneck), Note 5.3
3. Rang: Julia Hirschi (Mittelland Transport AG, St. Gallen) und Sandro Mazenauer (Emil Egger AG, St.Gallen), beide Note 5.2
Bester Abschluss Strassentransportpraktiker EBA:
1. Rang: Alexander Ziltener (Raben Sieber AG, Berneck), Note 5.1
Traditionell trafen sich die Mitglieder, Gäste und Sponsoren bereits ab 08.15 Uhr zum Begrüssungskaffee mit Gipfeli. Die neusten Modelle der verschiedenen LKW-Hersteller standen vor dem Saal am Lindaplatz in Schaan parkiert, wo sie von den rund 230 ankommenden Teilnehmenden bestaunt wurden.
Zum Start der Versammlung richteten der Gemeindevorsteher, Daniel Hilti, und der Leiter des Liechtensteiner Strassenverkehrsamtes, Thomas Banzer, einige Worte an die Anwesenden. Verbandspräsident René Steiner blickte in seinem Jahresbericht auf ein ereignisreiches 2025 zurück. Die statutarischen Geschäfte, insbesondere die Jahresrechnung 2025 und das Budget 2026, wurden ohne Diskussionen oder Gegenstimmen gutgeheissen. In diesem Jahr mussten sieben neue Delegierte gewählt werden, welche die Sektion Ostschweiz/FL an der jährlichen Delegiertenversammlung vertreten werden. Alle vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten wurden einstimmig für dieses Amt gewählt. Den Zurückgetretenen wurde für Ihren Einsatz gedankt und ein Präsent überreicht.
Nach einer kurzen Pause überbrachte ASTAG-Direktor Reto Jaussi die neuesten Informationen aus der ASTAG Zentrale. Dabei informierte er über den aktuellen Stand der Verhandlungen zur Weiterentwicklung der LSVA. Zur grossen Freude fällte der Nationalrat in der Session erste Beschlüsse und folgte darin in grossen Teilen den Anliegen der ASTAG. Zudem stellte er das Branchenprogramm «InCharge» vor, welches finanzielle Unterstützung für Mitglieder mit KMU-Grösse bei der Planung und Umsetzung von E-Ladestationen gewährt. Letztlich warb Jaussi für eine neue App, über die bestehende Ladeinfrastrukturen anderen ASTAG-Mitgliedern gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt werden können.
Als Abschluss der Generalversammlung referierten Daniel Dietsche, Rheinbauleiter, und Bernhard Valenti, Projektleiter Hochwasserschutzprojekt Rhesi, über das 2 Milliarden teure Jahrhundertprojekt am Rhein mit 20 Jahren Bauzeit. Nach einem geschichtlichen Rückblick auf die Rheinregulierungen und Zukunftsszenarien über das Schadenspotenzial visualisierte Valenti die baulichen Massnahmen zur Erhöhung des Hochwasserschutzes und Renaturierung des Flusslaufes. Die gigantischen Ausmasse des Vorhabens und die Komplexität mit den verschiedenen Ansprüchen, die es zu berücksichtigen gilt, liessen die Anwesenden einige Male staunen.
Beim anschliessenden Apéro und Mittagessen hatten die Mitglieder und Gäste nochmals Zeit, ihr Netzwerk zu pflegen und die Generalversammlung in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.